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Schlussfest der ApfelKulturTage in Amteroth

 

 

Nach vielen Vorarbeiten und regnerischem Wetter in der Vorbereitungsphase startete das 4. Altenkirchener Streuobstwiesenfest in Amteroth bei schönem Wetter und wurde zum Anziehungspunkt einer ganzen Region. Es war diesmal mehr als das zweijährig wiederkehrende Streuobstwiesenfest des NABU Altenkirchen – mit ihm fanden die Altenkirchener ApfelKulturTage 2012 ihren Abschluss und darüber hinaus geriet es zum Dorffest der Ortslage Amteroth in der Gemeinde Gieleroth.
Auch aufgrund geringer Parkplatzkapazitäten vor Ort, hatte man im Vorfeld die Apfelsternwanderung „Park and Walk“ initiiert . Von öffentlichen Parkplätzen aus erfolgte die Zuwanderung zum Streuobstwiesenfest über landschaftlich schöne Strecken von ausgewählten Punkten rund um Amteroth.
Was die interessierten Gäste in der Dorfmitte von Amteroth vorfanden, durfte sich mehr als nur sehen lassen. Für jeden und jede war etwas dabei und alles bewegte sich im großen Themenverbund Apfel-Natur-Landschaftsschutz.
Die kleinen Mädchen und Jungen waren bestens beschäftigt beim Lauschen und Staunen im Märchenzelt von Hannelore Ollig sowie beim Werken und Kerzenziehen in der Kreativwerkstatt des NABU Altenkirchen.
Für Apfel-Interessierte war eine sortenreiche Apfelausstellung von Andrea Bauer bereitgestellt. Unser Streuobstwiesenfest-Pomologe Richard Dahlem aus Trier war auch dieses Jahr mit Freude und Eifer dabei und verhalf unbekannten und mysteriösen Äpfeln zu Rang und Namen. Zur Apfelausstellung gesellte sich der Pomologen Verein mit Joachim Brauss mit seinem Stand. Spezielle Literatur zum vielseitigen Thema der Obstsorten wurde hier geboten und ein offenes Ohr für alle Ratsuchenden gepaart mit viel Fachwissen zu diesem Thema, sorgte allemal für zufriedene Gäste. Die NABU-eigene Apfelsaftstraße stand auf der Anhöhe und präsentierte den Weg vom knackigen Apfel zum fertig eingetüteten Apfelsaft – manche die Lust und Zeit hatten halfen begeistert mit.
Am Nachbarstand konnten feine Apfel- und Birnenspezialitäten mit so schönen Namen wie „Kirschmund“ oder „Sommernachtstraum“ von der Manufaktur Jörg Geiger, Schlat bei Göppingen, verkostet werden. Daneben wurden viele Titel rund um den Apfel und andere Früchte sowie Literatur zu Streuobst vorgestellt und verkauft. Zur Obstbaumthematik gehörte natürlich auch die Imkerwerkstatt von Dirk Dege, Fluterschen. Denn blühende oder hochtragende Obstbäume ohne Bienen – das kann man sich nicht vorstellen.
Am NABU-Stand wurden frisch aufgeschnittene Äpfel gereicht und Apfel-Holunder-Produkte geboten. Zu allen möglichen und unmöglichen Themen gab es Informationen und Broschüren. Neu im Angebot war abgepackter Fledermausdung aus unserer Mausohr-Wochenstube im Siegtal, der insbesondere bei Blütenpflanzen hervorragende Wirkung zeigt. Eine sehr schön konzipierte Ausstellung über Streuobstwiesen (Sorten, Artenvielfalt, Schutz) informierte über diesen gefährdeten Lebensraum.
Ein Stand des Vereines Ebertseifen Lebensräume dokumentierte erstaunliche Naturschutzaktivitäten um Katzwinkel im Oberkreis. Mit der Anlage von Streuobstwiesen, Trockenmauern, Steinhaufen, Hecken und Teichen werden dort an vielen Stellen mit großem Einsatz Artenschutzmaßnahmen vorangetrieben.
Die Untere Naturschutzbehörde Kreis Altenkirchen bewarb mit einem Infostand ihre geplante „Obstbaum-Jahrhundertzählung 1913 – 2013“.  Denn 100 Jahre nach einer ersten amtlichen Zählung in 1913 sollen die Obstbaumbestände in möglichst vielen Ortslagen des Kreises erneut erfasst werden.
Für den Hunger und den Durst – ob klein oder groß – war gut gesorgt. Frischgepresster Apfelsaft, offeriert vom NABU, leckere Speisen von den Heinzelmännchen aus Marienthal und ein bombastisches Kuchenbüffet des Natur- und Umweltschutzvereines Gieleroth ließen keine Wünsche offen. Musikalisch begleitet wurde das Streuobstwiesenfest von Vanessa Weber (Gitarre) und Franziska Hähn (Akkordeon).
Buntes Treiben herrschte den ganzen Tag nur unterbrochen durch die Preisverleihung im Rahmen zweier Wettbewerbe. Der Kinder-Wettbewerb vor Ort ermittelte eine Apfelkönigin und einen Apfelkönig, die aufs Podest geführt wurden. Auch die GewinnerInnen des Wettbewerbs „Faszination Apfel -Spurensuche in der Region“ erhielten anlässlich des Streuobstwiesenfestes ihre Preise.
Ein rundum gelungenes Fest als krönender Abschluss für ein Apfelprojekt, das sowohl die Zusammenarbeit lokaler Gruppen förderte als auch eine ganze Region für den Lebensraum Streuobstwiese sensibilisierte.
Die Initiatoren und die beteiligten Vereine bedanken sich bei allen, die dieses Natur-Kultur-Projekt unterstützt und in diesem weiten Rahmen ermöglicht haben!

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